ART FOR A CHANGE: Der Kultur- und Bildungsverein „Ich bin O.K.“

wurde 1979 von Prof. Dr. Katalin Zanin gegründet und hat es sich seit nunmehr über 37 Jahren zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung voranzutreiben und soziale Barrieren abzubauen. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die aktive, gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen und demzufolge auch am kulturellen Leben, wodurch die Einzigartigkeit und Individualität jeder/s Einzelnen anerkannt und gefördert wird.

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FOTOCREDIT: MARKUS HIPPMANN

Das pädagogisch künstlerische Konzept, das der Arbeit des Vereins zu Grunde liegt, orientiert sich speziell an den individuellen Lebensumständen, Fähigkeiten und persönlichen Interessen der TänzerInnen. Davon profitieren die KünstlerInnen nicht nur auf der Bühne, sondern gewinnen auch für Ihr alltägliches Leben wichtige Fertigkeiten. Sie haben die Chance sich persönlich weiterzuentwickeln, individuelle Stärken auszubauen und Selbst-bewusstsein zu gewinnen. Gleichermaßen wird dadurch auch das authentische und selbstsichere Auftreten im Theaterspiel gefördert. Zur weiteren Förderung individueller Fähigkeiten im künstlerischen Bereich wurde im Jahr 2010 zusätzlich die „Ich bin O.K.“ Dance Company gegründet. TänzerInnen mit besonderer Begabung soll im Rahmen dieses Projektes die Chance gegeben werden, in Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen an der Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Durch ein intensives Training in kleinen Gruppen entstehen in der Dance Company tänzerisch anspruchsvolle Choreographien sowie abendfüllende Tanztheaterproduktionen. Die Dance Company wird nun die zeitgenössische Produktion „Kein Stück Liebe“ auf die Bühne bringen.

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FOTOCREDIT MARKUS HIPPMANN

Das bunt gemischte Team aus TänzerInnen mit und ohne Behinderung zeigt dem

Publikum dabei nicht nur, wie viel Spaß das Tanzen machen kann und welche heraus-ragenden künstlerischen Leistungen dabei erbracht werden können, es macht auch auf gesellschaftskritische Themen aufmerksam und schafft eine Sensibilisierung für das Thema „Menschen mit Behinderung“.

 „Unsere Tanzprojekte erweitern die bestehende Kunstform des zeitgenössischen Tanzes um eine weitere Facette und zeigen, dass durch die „Behinderung“ eine neue Qualität entsteht. Wir legen unseren Fokus auf den individuellen künstlerischen Ausdruck. Ganz ohne überflüssige akrobatische Tanztechnik wachsen diese Menschen auf der Bühne über sich hinaus. Es ist das pure „Sein“ in der Rolle-ohne jeden Zweifel und mit hundertprozentiger Präsenz im Augenblick“

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FOTOCREDIT MARKUS HIPPMANN

„Ich lerne sehr viel von den O.K.Tänzern, sie machen teilweise Bewegungen, an die kein anderer Tänzer denken würde, da sie voller Kreativität und Fantasie sind.“

„KEIN STÜCK LIEBE“

Eine inklusive Tanztheater-Performance der „Ich bin O.K.“ Dance Company

DAS ENSEMBLE:

Mike Brozek, Simon Couvreur, Lina Hufnagl, Raphael Kadrnoska, Moritz Lembert,

Clara Horvath, Maria Naber, Andrea Novacecscu, Felix Röper, Alex Stuchlik, Sophie Waldstein

CHOREOGRAPHIE / INSZENIERUNG: Hana & Attila Zanin

DRAMATURGIE / REGIE: Verena Kiegerl

MUSIKALISCHES KONZEPT: Stefan Voglsinger
11 TänzerInnen mit und ohne Behinderung behandeln in der neuen, zeitgenössischen Produktion der „Ich bin O.K.“ Dance Company verschiedene aktuelle Weltereignisse. Hier kann die spielerische und tänzerische Auseinandersetzung mit Vorstellungen und Sorgen zum Weltgeschehen befreiend wirken. Den TänzerInnen die Beschäftigung mit diesen großen Themen, die nur Fragen aufwerfen und keine Antworten geben, zuzutrauen, heißt vor allem auch sie ernst zu nehmen.

Mit Mitteln zeitgenössischer Tanztechniken und des Hip-Hop Tanzes, entstehen aussage-kräftige, bewegte Bilder, welche zum Nachdenken anregen sollen. Ohne Wertung und Fazit präsentiert die Dance Company einen Prozess der Auseinandersetzung, der motiviert, die Schwierigkeiten des Lebens mit Humor, Leichtigkeit und Hoffnung zu betrachten. Denn zum Schluss muss doch die Liebe siegen!

INHALT:

Ein Blick in die Medien und es scheint immer die gleichen Themen zu geben: die Flüchtlingssituation und die Angst vor Überfremdung und Terror. Auch die TänzerInnen der „Ich bin O.K. Dance Company“ werden mit diesen Ängsten konfrontiert und reagieren besonders sensibel darauf. Die Angst vor dem Ungewissen verunsichert und belastet sie…und wann geht es endlich wieder um die Liebe? Wie soll man nun all diese allgegenwärtigen Themen an sie heranführen? Wie kann man die Leichtigkeit im eigenen Leben hochhalten, wenn rund herum alles zu Grunde zu gehen scheint? Gibt es einen Einfluss der Medien auf die Sichtweise? Zeitungen dienen als Bild für die mediale Überschwemmung und werden Spielpartner für Choreographien und szenische Situationen. Zitate aus sozialen Netzwerken stehen für unterschiedliche Positionen der österreichischen Bevölkerung. In mehreren Szenen werden in unterschiedlicher Besetzung das einander fremd sein, aber auch die Liebe aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

WEITERENTWICKLUNG DES PROJEKTS:

Die Tänzerinnen und Tänzer mit Behinderung der „Ich bin O.K.“ Dance Company erleben immer wieder, ähnlich wie Menschen, die gerade erst nach Österreich gekommen sind, das „Anders-sein“ Auch sie sehen sich häufig mit Ausgrenzung und verschiedenen Alltags-schwierigkeiten konfrontiert. Darum sollen weiterführend im Rahmen von Workshops und zukünftigen Inszenierungen auch Asylberechtigte und AsylwerberInnen in die kreative, künstlerische Arbeit an dem Projekt integriert werden.

THEATER AKZENT

A-1040 Wien; Theresianumgasse 18

Karteninfo Tel. 01/501 65-3306; http://www.akzent.at

Kultur- und Bildungsverein der Menschen mit und ohne Behinderung

http://www.ichbinok.at

 

 

 

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ICH BIN O.K.

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