Bananenbrot backen gehörte zweifelsohne zu den Lieblingsbeschäftigungen während des ersten Lockdowns; nun stehen die Zeichen auf ausgefallene Kreationen in der Weihnachtsbäckerei. Wer in diesem Jahr Lust auf einen neuen Twist hat und sich zumindest kulinarisch auf eine Reise begeben will, findet nachfolgend Inspirationen für Rezepte aus der ganzen Welt: Im amerikanischen Aspen macht man es sich im Winter mit „S`mores“ am Lagerfeuer gemütlich, das One&Only Cape Town in Südafrika serviert würzige „Cape Spiced Cookies“ und in Slowenien gilt „Potica“ als Königin unter dem Festtagsgebäck. In der Heimat locken die GESUNDES BAYERN-Ernährungsexperten mit zuckerfreien „Bratapfeltalern“.

Marshmallow Deluxe: S’mores aus Aspen Snowmass

Wer zum Skiurlaub ins legendäre Aspen im amerikanischen Colorado kommt, wird sie irgendwann probieren: die S’mores. Eine kreative, süße Leckerei aus warmen Marshmallows und geschmolzener Schokolade zwischen zwei knusprigen Kekshälften. Einfach in der Herstellung und dadurch auch perfekt für Kinder geeignet. In Aspen Snowmass werden sie an unterschiedlichsten Orten und Feuerstellen als „Aprés Ski“-Aktivität kostenlos angeboten. Und auch hierzulande lassen sich S’mores ganz einfach als neue Variante in die Weihnachtsbäckerei einbauen: Man braucht lediglich Kekse (zum Beispiel Graham Cracker oder Butterkekse), von der Menge ebenso viele Marshmallows und eine Tafel Vollmilchschokolade.  Zubereitung: Als erster Schritt werden die Marshmallows über einem Feuer oder dem Grill leicht geröstet. Dann ein Stück Schokolade auf einen Cracker/Keks legen, Marshmallow drauf und mit einem zweiten Cracker oder Keks toppen. Etwa ein bis zwei Minuten warten bis die Schokolade geschmolzen ist und die Marshmallows nicht mehr zu heiß sind. Der Kreativität bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt – so können die S’mores um weitere Toppings wie Streusel ergänzt werden. Der Entertainment-Faktor ist garantiert.

Cape Spiced Cookies: Plätzchen-Tipp vom Patisserie-Team des One&Only Cape Town

Ganz besonders viel Urlaubsfeeling verspricht das Rezept aus dem One&Only Cape Town im Herzen der Kap-Metropole. Dabei hat sich Patissier Kyle von der Küche Kapstadts inspirieren lassen, die bekannt ist für ihre malaiischen Einflüsse und sich durch die Verwendung von vielfältigen Gewürzen auszeichnet.  Dies spiegelt sich auch in den weihnachtlichen „Cape Spiced Cookies“ wider: Knusprig sowie krümelig, mit Ingwer und gemahlener Nelke, die für ein Gefühl von Wärme sorgen und dem Cookie eine Geschmackstiefe verleihen, die an Weihnachten erinnert. Für die Zubereitung benötigt man 680g Zucker, 340g (hellen) Zuckersirup, 3 TL Backsoda/Natron, 1 TL gemahlene Nelken, 1 TL Piment, 2 TL gemahlenen Ingwer, 113g Butter, 1.36kg glattes Mehl, 3 Eier, 200ml warmes Wasser und 113g gemahlene Mandeln. Zubereitung: Zucker, Sirup und Butter erhitzen, bis alles geschmolzen ist, und dann Backsoda/Natron hinzufügen. Die Mischung anschließend langsam unter die Eier schlagen. Alle trockenen Zutaten zugeben und verrühren, schließlich warmes Wasser hinzufügen und kneten bis ein Teig entstanden ist. Nach dem Abkühlen auf bemehlter Oberfläche ausrollen und mit Plätzchenförmchen ausstechen. Auf einem Blech im Backofen bei 180’C 10-15 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen. Mit Glasur verzieren (heißes Wasser mit Puderzucker und Lebensmittelfarbe nach Wahl).

Bratapfeltaler für Gesundheitsbewusste: Weihnachtliches Rezept der

GESUNDES BAYERN-Ernährungsexperten

Nicht aus weiter Ferne, aber dafür besonders gesund sind die Weihnachts-Spezialitäten der GESUNDES BAYERN-Ernährungsexperten. Sie kommen ganz ohne raffinierten Zucker, glutenhaltiges Mehl oder fetthaltige tierische Produkte aus und sind wahre „Superfoods“, die schmecken. Denn Zucker, Mehl und tierische Produkte können ganz leicht durch gesunde Alternativen wie Obst, Chia-Samen und Nüsse ersetzt werden. Eine kreative und gesunde Alternative für die Weihnachtsbäckerei sind beispielsweise die Bratapfeltaler. Man braucht dafür 2 EL Chia-Samen und 6 EL Wasser – darin die Samen für 10 Minuten quellen lassen; 100g Haselnüsse (ohne Schale), klein gehackt; 200g Haferflocken; 80g gehackte Apfelchips; 20g gehackte Rosinen; 1 TL Zimt; 2 TL Lebkuchengewürz; 1 Prise Salz; 100g Kokosöl geschmolzen; 50g Honig; 30g Ahornsirup; 2 EL Pflaumenmus (gibt es auch mit Zimt-Note). Zubereitung: Backofen auf 180 Grad vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Hälfte der Haferflocken in einem Mixer zu Mehl verarbeiten. Die restlichen Haferflocken mit Haselnüssen, Apfelchips, Rosinen, Zimt und Lebkuchengewürz in einer Schüssel verrühren. Eine Prise Salz hinzugeben. Das Kokosöl mit den gequollenen Chia-Samen verrühren, Honig, Ahornsirup und Pflaumenmus hinzugeben und verrühren. Die Flüssigkeit unter die Haferflocken-Nuss-Mischung rühren. Taler formen:  Dazu aus jeweils 2 EL Teig eine kleine Kugel formen, auf das Backblech legen und mit der flachen Hand zu einem ca. 1,5 cm dicken Taler flachdrücken. Die Bratapfeltaler für ca. 12 Minuten backen und auskühlen lassen.

Potica: Die Königin des Festtagsgebäcks aus Slowenien

Potica (oder Potitze) wird aus Hefeteig und verschiedenen Füllungen zubereitet. Dabei sind die Variationen fast grenzenlos, so kennt man in Slowenien mehr als 80 verschiedene Füllungen, die in den Teig eingerollt werden. Typische Sorten sind Walnuss-, Haselnuss-, Estragon-, Mohn- und Topfenpotica. Für den Hefeteig braucht man 1 kg Mehl, 30 g Hefe, 3–4 Eidotter, 300 ml lauwarme Milch, 120 g Butter, 1 Teelöffel Salz, 2 Esslöffel Zucker und Fett für die Backform. Für die Füllung benötigt man 600–700 g Walnüsse, 50 g Zucker, 100–200 ml Milch, 1 Ei, Zimt und etwas Rum oder hausgebrannten Schnaps. Zubereitung: Mehl mit einem Teelöffel Salz vermengen; die Hefe mit einem Teelöffel Zucker, 2 Esslöffeln Mehl und 50 ml lauwarmen Wassers oder Milch vermischen. An einem warmen Ort aufgehen lassen. In der Mitte des Mehls eine Kuhle bilden und die geschlagenen Eier, Hefe, geschmolzene Butter und Zucker hineingeben. Während des Mischens nach und nach die lauwarme Milch unterrühren. 15 Minuten schlagen bzw. bis sich Bläschen bilden und sich der Teig von der Schüssel löst. Den Teig mit Mehl bestreuen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort aufgehen lassen. Für die Füllung zerkleinerte oder gemahlene Walnüsse mit gesüßter Milch überbrühen. Den Honig erhitzen bis er flüssig ist. Zu den Walnüssen geben und Zimt untermischen. Die Füllung etwas abkühlen lassen, dann ein bis zwei Eier hinzufügen und glatt unterrühren. Den Teig ½ cm dick ausrollen und mit der noch warmen Füllung bestreichen. Fest zusammenrollen und in die Backform geben. Vor dem Backen die Potica mit verquirltem Ei bestreichen. Eine Stunde backen, danach in der Backform noch 15 Minuten abkühlen lassen.

©shutterstock – Jiri Hera ©Kerzner International ©www.slovenia.info, arhiv Turizem Bohinj
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Kulinarische Reise in der Weihnachtsbäckerei

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