Mit sechs Jahren weiß Ignaz Kirchner, dass er Schauspieler werden will. Heute gehört er zu den besten Theaterkünstlern unserer Zeit. Aus Anlass seines 70. Geburtstages am 13. Juli 2016 erzählt er erstmals in diesem Buch über die Lust an Verkleidung, an Verwandlung und die Flucht vor der Wirklichkeit.

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Ignaz Kirchner haftet etwas Beunruhigendes und Erschreckendes an, seine komischen Rollen haben etwas Tragisches, und seinen Figuren bleibt immer ein Geheimnis. Er verrät in diesem Buch schreckliche und wunderbare Momente in der Zusammenarbeit mit den größten Regisseuren der letzten fünfzig Jahre, spricht über Theater und Politik, über die legendären Produktionen mit Gert Voss, über seine künstlerische Neugier und vor allem über seine Liebe zur Literatur. Seine Soloprogramme und Lesungen wie Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“, Fernando Pessoas „Buch der Unruhe“ oder Wilhelm Reichs „Rede an den kleinen Mann“ sind Kult. Sein Lebensmotto ist „die Sinngebung des Sinnlosen“, geprägt von dem Philosophen Theodor Lessing.

Ignaz Kirchner

»Immer an der Grenze der Verrücktheit«

Aufgezeichnet von Haide Tenner

208 Seiten, mit zahlr. Abb., ca. € 25,–

ISBN 978-3-99050-059-0

© Kambis Mahdavian

Ignaz Kirchner, geboren 1946 in Wuppertal, absolvierte eine Lehre als Buchhändler, danach Schauspielausbildung an der Schauspielschule Bochum. Ab 1973 an der Freien Volksbühne Berlin, 1974 bis 1978 in Stuttgart bei Claus Peymann. Weitere Stationen: Bremen, München und Köln, 1987 bis 1991 am Wiener Burgtheater bei Peymann, 1992 bis 1996 Deutsches Theater Berlin und Thalia Theater Hamburg. 1997 bis heute Ensemblemitglied des Burgtheaters. Kammerschauspieler Ignaz Kirchner wurde 1992 und 1998 (beide Male mit Gert Voss) zum Schauspieler des Jahres gewählt.

Haide Tenner studierte Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft. Ab 1972 war sie beim ORF tätig, u. a. als Leiterin der Fernsehkultur, der Ö1-Musik und des RSO Wien. Heute ist die Kulturmanagerin und -journalistin u. a. Universitätsrätin, Präsidentin der Wiener Meisterkurse und leitet die Künstlergespräche am Burgtheater. Zuletzt bei Amalthea erschienen: Cornelius Obonya: „Kommen Sie bitte weiter vor“ (2013).

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Immer an der Grenze der Verrücktheit

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