So wie das Leben neue Kapitel schreibt, Menschen zueinander finden, gemeinsam wachsen, sich verändern, entwickelt sich auch die Patina von Katie g. Schmuckstücken stetig weiter. Je nach Lebensstil, Lebenseinstellung, Charakter und Vorlieben der Trägerin und des Trägers durchlebt die Patina einen Prozess, der das Schmuckstück unbewusst zum persönlichen Unikat werden lässt. Die Transmutation der Patina bezeichnet Schmuckdesignerin Katie Gruber als „Alchemy“. Sie nimmt einen wesentlichen Teil in der Philosophie von Katie g. Jewellery ein.

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Die Patina ist die Farbe und Struktur der Schmuckoberfläche, die sich mit der Zeit verändert. Während Patinas in der Regel eher vermieden werden, spielt Katie g. bei ihren Schmuckkreationen bewusst mit diesem Veränderungsprozess. Schmuckstücke werden von Katie daher absichtlich schwarz oder weiß patiniert. Nach und nach nützt sich diese Patina stetig ab und enthüllt immer neue Facetten des Schmuckstücks. Ist man Taschenträger? Wird der Armreifen im Meer abgenommen? Wird der Ring bei der Weltreise stets am Finger getragen? Je nachdem, wie das Stück getragen wird, “lebt” auch die Oberfläche des Schmuckstückes.

Schmuckdesignerin Katie Gruber:

Die Farbveränderung und die kleinen Kratzer spiegeln das Leben des Trägers oder der Trägerin wider.

DIE PATINA BEI SILBERSCHMUCK

Neben klassisch poliertem Silberschmuck patiniert Katie g. Silberstücke auf zwei Arten: schwarz oxidiert oder weiß gesiedet. So entstehen wunderschöne, mattschwarze oder mattweiße Oberflächen. Beide Oberflächen lassen nach einiger Zeit Abnutzungsspuren an den Kanten des Stücks hervorbringen. Das glänzende Silber kommt an diesen Stellen zum Vorschein. Ein einzigartiges Farbspiel entsteht. Wichtig: Das Material färbt, im Gegensatz zu Kupfer, dabei nicht auf der Haut ab. Mit der Zeit nutzt sich die Patina mehr und mehr ab, sodass beinahe täglich neue Facetten zu finden sind. Je nach Trageverhalten ist das Schmuckstück nach ein paar Wochen, oder mehreren Monaten silbrig und weist lediglich eine leichte Patina auf. Die Reise der Transmutation kann jederzeit neu erlebt werden, indem die Patina im Atelier von Katie g. aufgefrischt wird.

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Katie Gruber erklärt:

Silber oxidiert mit der Zeit, so wie wir es vielleicht von altem Silberbesteck unserer Großeltern kennen. Anfangs glänzte es noch, als es in die Lade gelegt wurde. Monate später ist es oft stumpf und teils dunkel geworden. Diesen Prozess nennt man Oxidation. Er ist komplett natürlich und entsteht durch die Reaktion von Silber mit der Luft.

Was früher eher verpönt wurde, macht Katie g. heute zum Teil ihrer Philosophie:

Schmuck der versucht perfekt zu sein ist dies immer nur sehr kurzweilig. Perfektion ist vergänglich, natürliche Schönheit hingegen nicht. Perfekt polierte Oberflächen zerkratzen. Schön mattierte Oberflächen reiben sich ab und beginnen zu glänzen. Anstatt fest an der so kurzweiligen Perfektion festzuhalten möchte ich die Schönheit der Unperfektion und Unregelmäßigkeit in den Vordergrund stellen.

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DIE PATINA BEI GOLDSCHMUCK

Im Vergleich zu Silber bildet Echtgold keine Patina. Die Farbe bleibt bestehen. Nur die Struktur verändert sich bei massiven Gold-Schmuckstücken mit der Zeit.
Bei vergoldeten Schmucktücken hingegen (Schmuck aus Silber, der mit einer Goldschicht überzogen wird) bildet sich sehr wohl eine Patina. Die Goldschicht nützt sich nach einer Weile ab und wird heller, da das helle, darunterlegende Silber mehr und mehr zum Vorschein kommt. Im Gegensatz zu Silberschmuck, dauert der Prozess einige Jahre, bis das an die Oberfläche getretene Silber oxidiert und dunkler wird. Durch die ungleichmäßige Abnutzung entstehen also auch bei vergoldeten Stücken individuelle Nuancen und eine teils antik wirkende Patina.

Fotocredit: Katie g. Jewellery

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