Ich glaube, man kann guten Gewisses sagen, Elfriede Ott hat uns ein Leben lang begleitet. Schon meine Mutter, ja sogar meine Großmutter, beide haben sie verehrt. Und das nicht grundlos, auch ich bin ein Fan dieser multimedialen Persönlichkeit. Wenn sie nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten steht, malt sie, wenn sie nicht malt, unterrichtet sie Nachwuchsschauspieler. Aus dieser ihrer Tätigkeit sind schon viele erfolgreiche Künstler hervorgegangen. Und wenn sie nicht unterrichtet, dann schreibt sie Bücher. Sie blickt auf ein umfangreiches und erfülltes Leben zurück, und zwar nicht im Zorn, sondern mit viel Liebe und Begeisterung. Viele ihrer Kollegen haben sie bereits verlassen, sind den Weg vor ihr gegangen. Der Muliar lacht sich sicher des öfteren ins Fäustchen, wenn er sie mit ihren Hunden spazieren gehen sieht. Die beiden hat eine lebenslange Freundschaft verbunden.

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                    Elfriede Ott mit Gerhard Bocek

Gestern nun wurde sie im Beisein unzähliger Künstler, Bühnenkollegen und Lebensfreunden wie Martina und Werner Fasslabend, Andy Lee Lang, Claudia Kristofics-Binder, Kammersängerin Ulrike Steinsky, Dagmar Truxa, Volksopernstar Helga Graczoll, Astro Lady Eva Fidelsberger, Evi Ott’s Adoptivsohn Goran David, Wiener Künstlerclub-Präsident Peter Horak, Domino Blue, Operettenstar und Ott-Schüler Andreas Sauerzapf, Theaterintendant Werner Auer u.v.m., erhielt gestern Abend Hans Mosers seinerzeitige, sehr geliebte Bühnenkollegin Elfriede Ott die diesjährige Auszeichnung „Goldener Hans Moser 2016“ im Marchfelderhof.

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                      Martina und Werner Fasslabend

Kammerschauspielerin Prof. ElfriedeOtt, die 2009 zur Doyenne des Theaters in der Josefstadt ernannt wurde, spielte mit Hans Moser in dessen letzten Lebensjahren mehrere unvergessliche Aufführungen, u.a. 1961 in Johann Nestroys „Höllenangst“ im Theater in der Josefstadt.

Ihr Debüt feierte Elfriede Ott bereits im Jahr 1944 in Gerhart Hauptmanns „Die goldene Harfe“im Burgtheater. Nach Bühnenerfolgen im klassischen Repertoire und Wanderjahren in Graz, Hamburg und Zürich startete sie in den 50er Jahren ihre Karriere als Kabarettistin. 1958 kam sie ans Theater in der Josefstadt. Durch unzählige Theateraufzeichnungen und als Mitglied der legendären TV-Serie „Die liebe Familie“ wurde sie später auch einem breiteren Publikum ein Begriff. Zuletzt war sie in „Das vierte Gebot“ und in den Kammerspielen in „Mich hätten Sie sehen sollen“, „Der Panther“ und „Eine etwas sonderbare Dame“ im Theater in der Josefstadt zu sehen.

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          Andy Lee Lang und Claudia Kristofics-Binder

Aber auch Hans Moser, der in mehr als 150 Filmen brillierte und es von der Wanderbühne bis zum Broadway (anno 1927) brachte, war bei der gestrigen Verleihung ein Haupt-Gesprächsthema: Elfriede Ott selbst erzählte teils umwerfende Geschichten von ihrer Zusammenarbeit mit dem legendären Volksschauspieler – und wenn gerade nicht in alten Erinnerungen gegraben wurde, ließ Marchfelderhof Küchenchef Christian Langer ein authentisches Menu aus Hans Mosers Lieblingsspeisen auftragen.

Fotos: Marchfelderhof, Rudi Meidl

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DIE OTT WIRD MIT DEM GOLDENEN HANS MOSER GEEHRT

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