Valerie Höllinger setzt im AmCham Talk auf Bildung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten 

BFI Wien-Geschäftsführerin Höllinger blickt auf Einladung der American Chamber of Commerce in Austria positiv in die digitale Zukunft. Bildung wird der entscheidende Faktor sein, um den Kulturwandel zu meistern.

„Die Digitalisierung bringt Unruhe in unser beschauliches Biotop“, leitet BFI Wien-Geschäftsführerin Valerie Höllinger am Freitagvormittag in ihre Keynote vor den Mitgliedern der American Chamber of Commerce in Austria im Hilton Vienna Plaza ein. Auf Einladung von AmCham-Vizepräsident Martin Brodey (DORDA BRUGGER JORDIS) und Generalsekretärin Daniela Homan verrät sie Managern und Entscheidungsträgern, warum Bildung der Schlüssel im Umgang mit der Digitalisierung ist.

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„Digitalisierung ist wie das Wetter – sie kommt bestimmt“, ist die Bildungsexpertin überzeugt und mahnt zu mehr Geschwindigkeit, um den Anschluss an die internationale Entwicklung nicht zu verlieren. Sie sieht vor allem die White Collar-Jobs und damit den Mittelstand von der Digitalisierung gefährdet. Der Faktor Mensch wird ein Upgrade in Richtung von gestaltenden Jobs erfahren, blickt Höllinger in die Zukunft. Um die Herausforderungen zu meistern, müssen die Unternehmen sich für Einflüsse von außen öffnen und in selbstadaptiven Strukturen auf Veränderungen reagieren.

Digitalisierung bringt 50 Millionen neue Jobs in der EU bis 2030

In Österreich fehlen schon heute 900.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter mit ausreichender Digitalkompetenz und bis 2030 werden in Europa 50 Millionen IT-Arbeitsplätze gesucht werden.

„Der Marketingmitarbeiter von morgen muss coden können und der Techniker eine Ahnung von Marketing haben: Wir stehen vor einem fundamentalen Kulturwandel, der nach modularer Ausbildung verlangt“, weiß Höllinger.

Die Gesellschaft braucht ein Bildungskonto

Lebensbegleitendes Lernen wird künftig essenziell sein, um am Ball zu bleiben: Die Menschen werden sechs bis sieben komplett unterschiedliche Jobs in ihrem Leben machen, die nach differenzierten Skills verlangen.

„Wir brauchen ein Bildungskonto wie ein Sozialversicherungskonto, in das Unternehmen, Private und die öffentliche Hand gemeinsam einzahlen“, fordert Höllinger.

Digitalkompetenz ist die vierte Kulturkompetenz

Da Wissen für alle verfügbar ist, wird die bildungsferne Schicht weiter abrutschen, wenn sie nicht lernt, Quellen zu bewerten und Informationen zu verarbeiten. Dazu wird es qualifiziertes Lehrpersonal und neue didaktische Methoden brauchen, um relevante Inhalte ab der frühen Kindheit zu vermitteln. Bildungssysteme müssen sich der verkürzten Aufmerksamkeitsphase junger Menschen anpassen und auf Techniken wie Microlearning oder Gamificiation setzen.

„Österreich hat als Land, das historisch schon immer auf große Köpfe und ‚Brain’ gesetzt hat, eine Chance, im digitalisierten Wettbewerb zu gewinnen“, blickt Höllinger positiv in die Zukunft.

Bildungs-Inspiration zum Frühstück

Auf Einladung von Brodey starteten mit einem Bildungsfrühstück unter anderem Jurist Claudio Arturo, Oracle Austria-Manager Johannes Dobretsberger, UBS Wealth Management-Expertin Sherrie Doyon de Toma, Into Results-Geschäftsführer Charles Lafond, Manpower-Managerin Tanja Lahaye, HP Austria-Managerin Michaela Novak-Chaid, Google Austria-Experte Matthias Zacek, Deutsche Handelskammer-Manager Thomas Gindele und Pfizer-Manager Florian Modler in den Tag.

Über Valerie Höllinger

Valerie Höllinger ist seit März 2011 Geschäftsführerin des BFI Wien. Davor war sie in den Branchen IT, Telekom, Getränkeindustrie und Erwachsenenbildung tätig. Im BFI Wien verantwortet sie neben den Finanzen und dem Segment New Business den Geschäftsbereich Privat- & Firmenkunden, die Bereiche Customer Care & Quality, Pädagogik sowie Vertrieb und Marketing & PR.

Über das BFI Wien

Das BFI Wien beschäftigt zusammen mit seinen Tochterunternehmen rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über 1.000 selbständige Trainerinnen und Trainer. Gut 45.000 Menschen nehmen jährlich an den Lehrgängen, Kursen und Seminaren des Erwachsenenbildungsinstituts teil. Zu den Tochterunternehmen des BFI Wien zählen die Fachhochschule des BFI Wien mit ihren acht Bachelor- und sechs Masterstudiengängen, die Schulen des BFI Wien (HAK/HAS) und die gemeinnützige Job-TransFair GmbH, die am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen bei der Suche nach dem richtigen Job unterstützt. Weitere Informationen auf https://www.bfi.wien.

Über AmCham Austria

Die American Chamber of Commerce in Austria setzt sich als privatwirtschaftlich organisierte U.S. Handelskammer in enger Zusammenarbeit mit der U.S. Diplomatie für den Ausbau der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Österreich und den Vereinigten Staaten ein. Als aktive Interessensvertretung repräsentiert sie US-Unternehmen, die am österreichischen Markt aktiv sind, und unterstützt österreichische Unternehmen bei ihren Erfolgen in den Vereinigten Staaten. Als Business-Enabler fördert sie die transatlantische Zusammenarbeit und vernetzt gemeinsame Wirtschaftsinteressen. Weitere Informationen auf http://www.amcham.at.

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Die Gesellschaft braucht ein BIldungskonto

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